Herausforderungen Praxis
In der modernen Fertigung entscheidet Geschwindigkeit – Qualitätsprüfung soll dabei unterstützen und keine weitere Belastung sein. Wechselndes Personal, kurze Taktzeiten und hohe Variantenvielfalt führen in der Praxis häufig zu lückenhafter Dokumentation und verspäteten Reaktionen auf Prozessabweichungen. Prüfungen werden oft starr oder manuell angepasst, während Prozess- und Maschinenparameter nicht durchgängig und konsistent erfasst werden. Abweichungen der Prozessfähigkeit werden dadurch erst erkannt, wenn Ausschuss, Nacharbeit oder Stillstände bereits entstanden sind. Gleichzeitig steigt der Druck, jederzeit auditfähige und rückverfolgbare Prüfnachweise bereitzustellen
Lösung QS1
Unsere Lösung für die Fertigungsprüfung ist Teil eines durchgängigen CAQ-Systems, das Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette abbildet. Die Fertigungsprüfung bildet dabei den operativen Kern: Prozess- und Qualitätsdaten entstehen direkt in der Produktion und stehen in Echtzeit für Auswertungen, Entscheidungen und Folgeschritte zur Verfügung.
Mit integrierter statistischer Prozesskontrolle (SPC) überwachen Sie relevante Prüf- und Prozessparameter kontinuierlich und erkennen Abweichungen frühzeitig. Auf Basis einer Dynamisierung können Prüfumfänge bedarfsgerecht gesteuert werden – von der engmaschigen Prüfung bis hin zur Reduzierung bei stabilen Prozessen. Prüfungen lassen sich prozessbezogen steuern, z. B. für Erstteil-, Serien- und Letztteilprüfungen, und sind direkt an die jeweiligen Prozessschritte gekoppelt.
Treten Qualitätsabweichungen auf, greifen nahtlos weitere Module wie Fehler- und Reklamationsmanagement sowie Maßnahmenverfolgung. Abweichungen aus der Fertigungsprüfung werden strukturiert erfasst, bewertet und bis zur wirksamen Umsetzung von Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen verfolgt.
Durch die vollständige Integration in das ERP-System sind alle relevanten Stammdaten und Auftragsinformationen – von Artikeln und Merkmalen über Stücklisten und Arbeitspläne bis hin zu Produktionsaufträgen – in Echtzeit verfügbar. QS-Daten werden so zum integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette und bilden zugleich die Datengrundlage für weiterführende Methoden wie FMEA, kontinuierliche Verbesserungsprozesse und vorausschauende Qualitätsstrategien.
- ERP-basierte Prüfaufträge: Automatische Prüfaufträge für Produktionsaufträge und Arbeitsgänge aus dem ERP.
- Mobile Rückmeldung: Simple Oberfläche für die Prüfung auf mobilen Geräten.
- Workflow-Steuerung: Workflowbasierte Auftragsabwicklung und automatische Informationsverteilung.
- Integriertes LIMS: Labor-Informations- und Management-System nahtlos integriert.
- Prüfplatzsteuerung: Flexible Steuerung und Organisation von Prüfplätzen.
- Barcode-Integration: Schnellerer Start in die Prüfung mit Barcode Scans.
- Individuelle Rückmeldungen: Frei gestaltbare Rückmeldeoberflächen auf Merkmalsebene.
- Messmittelanbindung: Anbindung gängiger Handmessmittel, Prüfmaschinen und Analysegeräte.
- Rückverfolgbarkeit: Chargen, Seriennummern, Kavitäten, Zusatzdaten und Prozessparameter.
- Audit-Trail: Vollständige Historie und Audit-Trail auf allen Datenebenen.
- Digitale Signaturen: x-Augen-Prinzip und GxP-Unterstützung.
- Formulare & Zertifikate: Standardformulare und Zertifikatserstellung.
- Reklamationsmanagement: Ableitung von Reklamationen direkt aus Fehlern.
- Montageunterstützung: Chargen- und Seriennummernzuordnung in Montageprozessen.
- SPC & Kennzahlen: Regelkarten, Kennwerte und Fähigkeitsanalysen.
- Dokumentenlenkung: Zentrale, versionierte Dokumentenlenkung.
- Analysen & Dashboards: Kennzahlen, Analysen und Dashboards.
- FMEA-Rückkopplung: Spiegelung von Ist-Fehlern in die FMEA-Datenbank.
- Lieferantenmanagement: Qualitätsdaten für Lieferantenbewertung und Zertifikate.
- Qualifikationsmanagement: Qualifikationsprüfungen über die QS1-Qualifikationsmatrix für ERP- und BDE-Buchungen.
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Kommt Ihnen das bekannt vor?
- Prüfungen „laufen mit“, sind aber nicht steuerbar: Im Shopfloor wird geprüft, dokumentiert und freigegeben – je nach Schicht/Person unterschiedlich, schwer vergleichbar.
- Prüfaufträge entstehen manuell oder zu spät: Produktionsaufträge sind freigegeben, aber die Prüfaufträge/Prüfvorgaben hängen hinterher. Ergebnis: Nacharbeit, Rückfragen, Verzögerungen.
- Prozessparameter fehlen im Nachweis: Messwerte sind dokumentiert, aber Maschinen-/Prozessparameter (Temperatur, Druck etc.) nicht sauber am Prüfergebnis. Im Audit oder bei Abweichungen wird’s dünn.
- SPC ist „parallel“ statt integriert: Regelkarten/Fähigkeiten existieren, aber nicht als durchgängiger Teil des Prüfablaufs und der Reaktion auf Abweichungen.
- NIO-Ergebnisse werden nicht konsequent weitergeführt: Abweichung erkannt, aber Reklamations-/Maßnahmenkette startet nicht sauber oder nicht sofort.
- Prüfergebnisse werden noch auf Papier erfasst und erst später ins System übertragen: Abweichungen werden zu spät erkannt, und Prozesskennzahlen wie Cpk kippen unbemerkt, weil die Auswertung erst nachträglich bei der Eingabe erfolgt.
Das müsste ein belastbarer Prozess leisten
- Durchgängige Kette entlang der Wertschöpfung: Fertigungsbegleitprüfung => Endprüfung => (falls nötig) Freigabe inkl. Nachweis.
- Tiefe ERP-Anbindung in Echtzeit: Produktionsauftrag, Arbeitsgänge, Ressourcen, Artikel/Sachmerkmale, Stücklisten <=> Prüfvorgaben und Prüfaufträge.
- Automatische, regelbasierte Erzeugung von Prüfaufträgen bei Freigabe von Produktionsaufträgen ohne manuelle „QS-Nebenwelt“.
- Geführte, standardisierte Datenerfassung: attributiv/variabel, inkl. Zusatzinfos (Texte, Bilder, Dokumente, CAD) und relevanter Prozessparameter je Merkmal.
- Dynamisierte Prüftiefe: Stichprobenpläne mit klaren Stufen (z.B. Rüstprüfung => Erststück => SPC-Serienprüfungen => Letzteil) und definierter Reaktionslogik bei Abweichungen.
Absicherung in QS1
- Statt starrer Prüflisten pro Linie verknüpft QS1 Prüfungen mit Produkt, Arbeitsplatz und ERP-Arbeitsgang – so ist immer klar, welche Prüfung im jeweiligen Fertigungsschritt gilt.
- Generiert Prüfaufträge automatisch aus dem ERP bei Freigabe der Produktionsaufträge und verteilt sie über Workflow/Verfahren zielgerichtet ins Unternehmen.
- Führt Mitarbeiter intuitiv durch attributive und variable Prüfungen; je Merkmal stehen kontextbezogene Informationen (Texte, Bilder, Dokumente, CAD) im Prüfschritt bereit.
- Integriert Prozessparameter und SPC-Elemente in die Fertigungsprüfung, sodass Abweichungen früh erkannt und belastbar dokumentiert werden.
- Startet im NIO-Fall automatisch den Folgeprozess: zuständige Stelle wird informiert, Abweichung wird im Reklamationsmodul strukturiert abgearbeitet, inkl. Prüfbericht/Portal-Freigaben.
- Schnelle Datenerfassung via Tablett/mobile Geräte bei Abnahmeprüfungen im Werk (z.B. OEM)
Ihr Resultat: Weniger administrativer Prüfplan-Aufwand, stabilere Prozesse durch integrierte SPC-Logik, schnellere Reaktion auf Abweichungen, auditfeste Nachweise auch in Serie und bei komplexen Fertigungs-/Montageprozessen.
Ihre Vorteile
- Durchgängiges Qualitätsmanagement: Fertigungsprüfung, SPC, Fehler- und Reklamationsbearbeitung sowie Maßnahmenmanagement greifen nahtlos ineinander – ohne Systembrüche oder redundante Datenerfassung.
- Früherkennung & schnelle Reaktion: Prozess- und Qualitätsabweichungen werden frühzeitig erkannt und automatisch in strukturierte Fehler- und Maßnahmenprozesse überführt.
- ERP-integrierte Qualitätssicherung: Durch die Echtzeit-Integration in Ihr ERP-System entstehen QS-Daten direkt im Produktionsprozess und ergänzen die Wertschöpfungskette lückenlos und konsistent.
- Reduzierter Verwaltungsaufwand: Automatisierte Prüfaufträge und klar strukturierte Zuordnungen von Prüfungen auf unterschiedlichen Ebenen minimieren den Aufwand für Pflege und Administration.
- Geführte & sichere Prüfprozesse: Grafische Prüfhinweise und klare Prüfvorgaben unterstützen Prüfer im Produktionsumfeld – auch bei wechselndem Personal oder hohem Zeitdruck.
- Belastbare Daten für FMEA & KVP: Konsistente Prüf-, Prozess- und Fehlerdaten liefern eine fundierte Basis für Risikoanalysen, FMEA, Ursachenanalysen und nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen.
- Transparenz bis ins Detail: Kavitätenbezogene Rückmeldungen bei werkzeugfallenden Teilen ermöglichen eine gezielte Ursachenanalyse und unterstützen eine schnelle, wirksame Fehlerbehebung.